Gedanken zu Trends im Identitätsmangement

So, habe heute mal „Das Manifest: Identitätsmanagement“ vom Trendbüro gelesen. Bin ich über den Umweg des Reputation Managements hingekommen.  Einzelne Punkte haben mich an folgendes erinnert:

- Die Pyramide der menschlichen Bedürfniss von Maslow wird zum Reglekreis der Bedürfnisse, da wir uns immer weiter versuchen zu optimieren. Ehrlich gesagt, fand ich die Pyramide schon immer irretierend und konnte mich mit der Darstellung als solche nicht in Einklang bringen. Ob der Regelkreis eine bessere Lösung ist werden wir sehen, denn noch sind wir humane Wesen und funktionieren analog und nicht digital.

- Beziehungen: Soziale Netzwerke werden wichtiger als soziale Strukturen. Damit ist gemeint, dass unsere Kontakte neben der Familie zunehmend wichtiger werden. Klar, mit der einfachen Verknüpfung über Social Networks wie Xing, Facebook…oder Twitter kann ich jede Menge Leute kennenlernen, die sich mit ähnlichen Themen auseinandersetzen. Zunehmend bevölkern wir  unsere Gehirngespinsten/Brainbubbles mit gleichgesinnten. Wir sind dann nicht mehr in Vereinen untwegs sondern in den Netzwerken. Gibt heute schon xing-User die mehr als 600 Kontakte haben…. Nein im Ernst, in dem Spiel Superstuct ist eine Fähigkeit die Mesh2Mesh-Kompetenz – also zwischen den Netzwerken zu agieren- eine notwendige Spielfähigkeit, um erfolgreich zu sein.

- Soziale Netzwerke bieten soziale Anschlussfähigkeit: Ja, das stimmt irgendwie. Wenn das schon auf dem TrendTag 2008 erkannt wurde, heißt das ja, wir müssen um am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, einen Internetzugang haben. Anderenfalls sind wir ja kaum in der Lage diese sozialen Netzwerke, die sich ja nur in der digitalen Form so leben lassen, pflegen zu können. Viel wichtiger noch, sie werden als Job-Motor zunehmend nötiger. Hm….wie geht das einher mit der errechneten Mindestsicherung (Hartz IV) von 132 € des Herrn Thießen? Er meint ja, dass ein Hartz IV-Empfänger keinen Computer oder Internet-Anschluß zu Hause braucht weil er ja in die Bibliothek und zum Arbeitsamt gehen kann.

- Das Ende der Ökonomie der Aufmerksamkeit: Vielleicht wird ja irgendwann der Bitte von PeterLicht wie in seinem Stilberatung/Restsexualtät gewünscht in irgendeiner Form nachgekommen :-) . Mir selbst spricht es ja aus der Seele.

schwarze löcher und die aaliens

Ja, ja nun war es endlich soweit, schwarze löcher sollen im CERN erzeugt werden um festzustellen ….nun, was? wie der urknall aussah.  und die angst war da, dass unsere welt darin verschwindet. naja nichts neues, diese angst und ja auch nicht auszuschließen.

dann ich hatte an diesem tag den „perfekten tag“ …eigenartig, nicht wahr. so, dass ich schon fast der meinung war, verschlungen worden zu sein. das hat mich dann zu intensiven nachdenken angeregt über gott und die welt, was noch verstärkt wurde durch einen ausflug an einen see, wo wir dem fischer beim verkauf seines fangs zu sahen. es waren viele aale dabei. und das sind ja wirklich irre fische. angeblich weiß man nicht viel über das verhalten bei ihrer wanderung in die sargossa see, welches ja bekanntlich zum bermuda dreieck gehört. und dieses ist ja auch sagenumwoben (verschwundene schiffe, flugzeuge, verrücktspielender kompass).  hm, und da vermehren die sich und schwimmen nicht wieder zurück, sondern sterben da…angeblich….hmm, wahrscheinlich sind das eher die a(a)liens. als land und wasserbewohner und  unheimlich zäh, kann man sich schon vorstellen, wie sich diese durch die möglichen von millionen mini-schwarzen-löchern schlängeln und echte welten und universen reisende sind.

dysfunktionale arbeitsbedingungen

Heute bin ich auf dieses interessanten Blogbeitrag von Harlad Jarche gestoßen :A dysfunctional workplace

Hier spricht über eine Studie zum Thema Learning Practice in Austrailien. Er fässt seinen Eindruck so zusammen:

„My impressions are that about one-third to one-half of respondents feel that things are not good in today’s workplace, stating:

  • a lack of cooperation;
  • no time for reflection;
  • no ability to create DIY tools for work;
  • no communities of practice for support;
  • lack of professional development;
  • poor training; and
  • working in organizations that are slow to change.

Er kommt zu der Schluss, das es nicht eine Frage ist, ob der Mitarbeiter Zugang zu Web 2.0 Technologien hat sondern das generelle Bedingungen an den Arbeitsplätzen die Kooperaation und den Wissensfluss behindern.

Kommt mir alles nicht ganz unbekannt vor :-)

David Byrne is playing a Building

Hier David Byrne playing the Building. Lustige Installation die jeder spielen kann :-)

Video bei youtbube von boingboing.tv

der anfang

Kunst ist unser Ausweg, habe ich heute beim Laufen durch die Straßen so gedacht. Abseits des Effizienzgedanken und der zwanghaften Ergebnisorientierung müssen neue Formen der Arbeit, der Produktion und des Miteinanders ausprobiert werden.

Wieso jetzt.?  Weil die Zeit genauso reif ist wie immer.

Denn es gibt solche Videos über die Veränderungen der Welt.

Und weil es solche Artikel zu lesen gibt: Die Angst vor dem Absturz. Leistung lohnt sich nicht mehr, Bildung lohnt sich nicht mehr. Die besserverdienende Mittelschicht schottet sich ab. Die Bildungsarmen sind Bildungsmüde.

Und weil laut darüber nachgedacht wird, die Sozialhilfe auf 5 Jahre zu begrenzen. Was ist mit den Familien, den alleinziehenden, den älteren, den Kranken die darauf angewiesen sind. Sollen die dann nach 5 Jahren auf der Straße leben. Denn woher sollen den Jobs kommen, wenn nach wie vor Vollbeschäftigung mit 40 h die Woche angestrebt werden. Und wie sollen die sich denn ernähren? Können die einfach, das was sie zum Leben brauchen anbauen oder selber herstellen? Können sie sich Ihr Wasser aus dem nächsten Fluss oder See holen? Verschwinden die dann einfach im nirgendwo? Kann es sein das es in diesem System immer mehr Verlierer gibt?

Und weil die Rüstungsausgaben 2007 um 6% weltweit gestiegen sind.

Und weil es solche Bücher gibt wie „Irgendwann geht es nicht mehr„.

Und weil ich in diesem Gedöns von Effizienz und Out-Put-Orientierung nicht klar denken kann.

Ich spüre es ganz deutlich: Kunst ist unser Ausweg!